Farbe spielte in den letzten Jahren in meinem Leben keine große Rolle. Ich bin eher der Typ, der auf schwarz und grau steht. Dabei gibt es doch so viele schöne farbige Klamotten.

Als ich noch jünger war (als ob ich jetzt alt bin), war ich ein bunter Paradiesvogel. Ich fand farbige Klamotten toll und wollte nicht ohne sie. Wie kann es also sein, dass sich meine Ansicht so verändert hat? Liegt es daran, dass ich reifer geworden bin? Oder hat es etwas mit einer neuen Einstellung zu tun? So oft seh ich Leute die knallige Klamotten tragen und bin jedes Mal erfreut. Trau ich mich vielleicht einfach nicht mehr? Eigentlich schade, denn Farbe strahlt doch Wärme, Fröhlichkeit und Freundlichkeit aus.

Gerade in Städten wie Hamburg, wo es doch so oft grau ist, sollte man mehr Farbe ins Spiel bringen um sich und andere zu erheitern. Oft genug liegt eine graue Decke über uns und macht nicht gerade die beste Laune, warum also nicht dagegen angehen mit fröhlicher Kleidung.

Auch wenn ich es ab jetzt mal mehr versuchen werde, bleibe ich doch trotzdem ein Fan von schwarz und grau. Es ist einfach so schön schlicht und man sticht nicht so aus der Masse. Vielleicht ist das ja der Punkt. Aber was ist daran so schlimm aus der Reihe zu tanzen? Eigentlich nichts, oder? Vielleicht sollten wir uns einfach mal mehr trauen und nicht mit, sondern gegen den Strom schwimmen. Zu viele von uns verstecken sich lieber, als zu sagen: “Hi, hier bin ich und ich bin stolz drauf.”

In anderen Länder, wie zum Beispiel aus einem meiner Herkunftsländern (Togo), ist es das schönste und das normalste Farbe zu zeigen. Viele der Leute haben nicht das beste Leben, aber sie machen das Beste daraus. Sie zeigen Farbe, sie tanzen und singen. Sie machen es genau richtig, warum runterziehen lassen, wenn man aus jeder Situation das beste heraus holen kann und sollte. Ich sollte meinen Wurzeln mehr folgen und mir ein Beispiel daran nehmen.

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