Es ist schon länger her, aber ich wollte euch nicht vorenthalten, was wir in Amsterdam so erlebt haben. Als Kind war ich mal für einen Tag dort, aber natürlich konnte ich mich an nichts erinnern. Vor allem sieht man sich die statt mit dem Alter anders an. Als ich meiner Mutter erzählt habe, dass der nächste Trip nach Amsterdam geht, war sie völlig aufgebracht. Für sie ist das einfach nur die Stadt der Drogen. Ganz süß eigentlich, klar macht sie sich sorgen, aber Amsterdam hat viel mehr als nur Coffeeshops zu bieten.

The Student Hotel Amsterdam City

Amsterdam hat natürlich zahlreiche schöne Hotels. Wir haben uns für das Student Hotel (TSH) entschieden. Von denen gibt es zwei. Einmal das City und das West. Das Hotel ist super modern eingerichtet. Wir haben ein super schönes Eckzimmer ganz oben bekommen, mit einer riesigen Fensterfront. Ein Träumchen.

Nicht nur das Zimmer selbst war super, auch das Badezimmer sah wirklich einladend aus. Also da kann man sich einige Tage glücklich niederlassen. Ganz süß fand ich, dass dort überall schöne Accessoires standen, lagen oder hingen. Ein Schreibtisch mit Büroartikel war vorhanden. Über diesem ein Regal mit Büchern und TSH-Postkarten. An der Garderobe hing ein toller blauer Jutebeutel mit dem Logo des Hotels. Super zum Einkaufen.

Das Personal war total nett und jung. Sehr interessant war, dass es sich nicht nur um ein Hotel handelt, sondern gleichzeitig auch um ein Studentenwohnheim. Dementsprechend war dort das Publikum und die Atmosphäre. Im Gemeinschaftsbereich waren immer Leute, also wenn man neue Leute kennenlernen möchte, ist man dort ganz richtig. Eine Tischtennisplatte und ein Billardtisch sind auch direkt da. Wer gerne Sport treibt, der findet dort auch einen Fitnessbereich. Wir haben das alles nicht genutzt, da wir immer unterwegs waren. Aber eine Sache haben wir doch genutzt, ganz typisch für Amsterdam kann man sich im Hotel Fahrräder ausleihen. Darüber haben wir uns echt gefreut.

Am ersten Tag sind wir erstmal gegenüber in den Albert Heijn, eine tolle holländische Supermarktkette. Im Vergleich zu Deutschland, gibt es dort einfach richtig interessante, verrückte und natürlich leckere Sachen dort.

Direkt danach sind wir zu Fuß weiter und für mich war diese Menge an Fahrräder ein Schock. Das Hotel hat echt eine gute Lage. In die City brauchten wir zu Fuß nur 10-15 Minuten. Aber wer lieber mit der Bahn fährt, kein Problem, direkt paar Schritte vom Hotel entfernt gibt es eine Metro. An Tag zwei haben wir uns dann aber doch für Fahrräder entschieden und zack war ich eine von vielen und es war echt super schön durch die Stadt mit dem Fahrrad zu sausen. Ein Fahrrad kann man dort für 9€ am Tag ausleihen. Das Design war super. Was meint ihr?

Ja der sitz ist einwenig zu tief, aber der ist immer wieder runtergerutscht.

Die Stadt

Ich muss echt sagen, Amsterdam ist wirklich schön. Überall tolle Hausfassaden, enge Gassen und unzählige Grachten. Seit 2010 gehört der Grachtenring zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit dem Fahrrad, kann man all die schönen Straßen sehr gut erkunden. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Fahrradfahrer sich dort viel mehr erlauben als hier. Also wenn du Autofahrer bist und du dich in Deutschland über Fahrradfahrer aufregst, dann solltest du in Amsterdam definitiv kein Auto fahren. Die Leute fegen mit ihren Rädern durch die Straßen und so richtig Rücksicht wird nicht auf die Autos genommen. Die Fahrradwege sind manchmal echt mega groß, da macht Fahrrad fahren wirklich mehr Spaß als zu Fuß unterwegs zu sein.

Fasziniert war ich vor allem von den zahlreichen Hausbooten. Ein Traum. Ich hätte auch sehr gerne ein Hausboot, auch wenn ich bestimmt ständig Angst hätte, dass jemand einbricht. Hier in Hamburg haben wir ja auch unfassbar viel Wasser. Leider gibt es noch nicht all zu viele Orte, wo die Stadt Hamburg genehmigt, sein Hausboot hinzustellen. Aber naja, vielleicht springen wir irgendwann auch auf den Zug auf. Die Suche nach Wohnungen wird ja auch immer schwerer und schwerer. Irgendwann hat die Stadt Hamburg vielleicht keine andere Wahl, als Standplätze freizugeben.

So jetzt aber weiter im Text. Wir wollten jetzt selbst aufs Wasser und haben uns für eine Bootstour entschieden. Ja klar, es ist schon sehr touristisch – aber es hat sich gelohnt. Der nette Kapitän, hat wirklich interessante Dinge erzählt und uns unteranderem das schmalste Haus Amsterdams gezeigt.  Das Haus ist lediglich 2,02 m breit und und nur 5m tief. Wie haben die Leute da bloß nur gewohnt. Also Angst vor kleinen Räumen sollte man da lieber nicht haben. Und von diesen schmalen Gebäuden gibt es einige.

Ganz nebenbei hat der Kapitän auch uns Touristen angeschrien. Also um ehrlich zu sein, nicht uns sondern Touristen aus Russland. Diese haben puren Wodka heimlich in leere Wasserflaschen abgefüllt und gesoffen. So eine Bootstour kann ich euch nur empfehlen um Amsterdam aus einer anderen Perspektive zu erleben.

Natürlich kommt das Shoppen auch nicht zu kurz. Also einkaufen gehen kann man dort echt gut. Ob in großen Ketten oder aber auch in den vielen kleinen Boutiquen. In Hamburg suche ich seit Jahren eine coole Regenjacke, am liebsten im Seemannsstil. Leider wurde ich bis Dato nicht fündig. In Amsterdam habe ich aber viele Girls mit wirklich tollen Jacken rumlaufen sehen, da habe ich mir ein Ziel gesetzt: “Regenjacke suchen, solange bis ich eine perfekte habe.” Tja ausgegangen ist es eher ernüchternd. In ein zwei Läden waren schon Einige die OK waren, aber im Endeffekt war es nicht die Eine.

Ich würde euch auch echt gerne erzählen, wo ich genau war – aber mein Freund hat Stadtführer gespielt und ich habe keine Ahnung wo wir waren. Schade, Schokolade 😉

 

Essen & Trinken

Amsterdam hat soooo tolle Cafés und Restaurants. Und was ich super finde, die Holländer chillen alle draußen mit Freunden und entspannen mit gutem Essen oder nem super Drink. Meine Empfehlungen:

CT Coffee & Coconuts

Das Café ist echt super zum Frühstücken oder Brunchen. Wobei Abendessen kann man dort natürlich auch. Ich hatte ein “Hot Choco” und die “Coconut Pancakes” – eigentlich Banana Pancakes mit einem leckeren Beerenkompot. Die haben super interessante Sachen. Verschiedene Bowls etc. und alles eher etwas fancy. Ich häng euch mal die allday” Speisekarte ran.

Pho 91

Ich liebe diese vietnamesische Suppe. Und natürlich muss ich dann auch in den Laden der so heißt. Pho 91 ist ein süßes kleines Restaurant. Viele Plätze sind da nicht, aber wir hatten Glück das gerade jemand aufgestanden ist, als wir gekommen sind. Für Leute die keine Suppe wollen, gibt es auch noch anderes auf der Karte. Die Suppe war wirklich lecker, also probiert es gerne aus.

The Butcher

Esserlebnis mit verwirrenden Ambiente. Warum verwirrend, das erzähl ich euch gleich. Erstmal zu “The Butcher” in De Pjip. Der Laden ist so super. Da gibt es mega krasse Burger. Das Patty ist so schön dick und wenn sie diese auf den Grill legen, dann denkst du dir einfach nur: “Ja man!”. Der Burger wird frisch vor deinen Augen zubereitet und du kannst immer bei allem zugucken. Erstmal in den Burger reingebissen, weißt du “Du hast alles richtig gemacht”. Wir hatten zusätzlich noch Fish & Chips. Wooow, war der Fisch gut. Super Qualität und wirklich sehr lecker. Auch die Süßkartoffelpommes bekommen einen Daumen hoch. Also wenn ihr Burger (und Fisch) mögt, ist das genau das Richtige.

Aber jetzt zur Verwirrung. Wir sitzen da also im “The Butcher” und ständig kommen voll aufgestylte Leute in den Laden und verschwinden immer hinter dieser großen Metalltür. Und andere wiederum kommen aus einen anderen Gang wieder raus. Dabei war der Laden super klein. Jedesmal wenn die Tür aufging hörte man die laute Musik. Aber diese Situation mit der Tür war wie im Film. Es gab sogar ein Guck-Schlitz mit Klopfzeichen. Am liebsten wär ich da sofort reingestürmt und hätte alles erkunden wollen.

Aber nach kurzer Recherche haben wir rausgefunden, dass wird wohl nichts mit dem geheimen Club. Man schickt denen wohl eine Mail und dann bekommt man irgendwann ein Passwort, aber nicht direkt für die nächste Party. Cocktails kosten wohl 16 €! Naja jetzt wo ich es weiß, kann man ja mal kurz für den nächsten Trip nach Amsterdam im Vorfeld schon mal reservieren haha… Ihr hättet uns sehen müssen, wir waren total aufgewühlt und so mega neugierig. Wer rechnet denn auch damit, wenn man in einen Burgerladen reingeht. ICH NICHT!

Pllek

Die letzte Empfehlung, die ich für euch habe ist das Pllek. Eine tolle Beachbar in der man super entspannen kann, bei gutem und schlechtem Wetter. Dorthin sind wir mit der Fähre gefahren und zwar kostenlos. Wann gibt es denn sowas? Von der Fähre aus hat man eine tolle Sicht auf Amsterdam. Nach ca. 10 bis 15 Minuten ist man schon auf der anderen Seite. Das Pllek ist keine 5 Minuten von der Fähre entfernt. Gebaut wurde die Beachbar aus alten Containern. Was ziemlich stylisch ausschaut. Auch das ganze Gelände drumherum ist voll mit alten Containern und Graffiti-Art. Drinnen findet man unteranderem eine Galerie. In Richtung Wasser, hat das Gebäude eine riesig große Glasfront. Dadurch hat man auch bei schlechtem Wetter eine tolle Sicht nach draußen und kann drinnen im warmen trotzdem genießen. Wir haben da zugegebenermaßen nur etwas getrunken, aber der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt. Draußen am Beach haben sie Musik gespielt, sogar ein Sänger war anwesend. An dem Tag war das Wetter weder gut noch schlecht, aber voll war es allemal. Zum entspannen im Sommer stell ich es mir wirklich genial vor. Auch das Publikum war schön durchmischt.

Das wars nun auch mit meinem kleinem Trip. Ich hoffe ihr findet vielleicht eine Anregung, für euren Citytrip nach Amsterdam.

 

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