Na, na, na! Wer wird den gleich so dreckig denken! Bei dem “Kopenhagen Quicky” handelt es sich um ein Mini/Kurz-Trip in die dänische Hauptstadt.

Da letzte Woche Dienstag in ganz Deutschland Reformationstag war und die meisten von uns nicht arbeiten mussten, war der spontane Einfall: “Lass nach Kopenhagen fahren”. Und zack wurde der Plan umgesetzt. Schnell am Sonntagabend noch ein Zimmer gebucht und Montag nach der Arbeit ging es direkt los.

Fahrt/Route

Gefahren sind wir mit dem Auto. Soweit ist Dänemark von Hamburg ja nicht entfernt. Hoch in den Norden über Flensburg, über die dänische Grenze und weiter über die große Belt Brücke zum Ziel! Die Brücke ist 18 km lang und führt übers Meer. Leider konnte man die Aussicht nicht genießen. Wie auch, es war schon spät und stockduster. Die Maut für die Brücke pro Fahrt beträgt 34€. Gefahren sind wir ca. 4,5 Stunden.

Normalerweise bin ich kein Mensch der lange Autofahrten erträgt und der nach spätestens 2 Stunden einfach keine Lust mehr hat im Auto zu gammeln! Dank guter Musik im Auto und toller Unterhaltung, vergingen die Stunden jedoch relativ problemlos! Zugegebenermaßen bin ich für ne halbe Stunde auch ins Land der Träume abgetaucht. Schlafen im Auto, kann ich sehr gut. Sobald es ruckelt, schüttelt und vibriert, heißt es gute Nacht Layonia! Shame on me, wenn man nur zu zweit fährt und die Person am Steuer im Stich lässt.

Unterkunft

Endlich in Kopenhagen angekommen gegen halb 12, hieß es einchecken. Da Kopenhagen nicht gerade günstig ist und wir nur ein Zimmer zum schlafen brauchten, habe ich spontan ein Hostel gebucht. Was zwar die günstigste Alternative war, aber in meinen Augen viel zu überteuert. Für eine Nacht haben wir ca. 81€ bezahlt. Für das Zimmer war dass definitiv zu viel verlangt. Aber hey, nur schlafen ist das Motto!

Online fand ich das Hostel ganz stylisch, was in den Gemeinschaftsräumen auch wirklich so war. Aber das Zimmer sah eher so aus wie ein Jugendzimmer. Das Hostel heißt Generator, sagte mir vom Namen schon was. Riesen Vorteil, es liegt direkt 500m von der City entfernt. Man geht so zu sagen aus der Haustür und ist gleich im Getümmel. Auch der bekannte Hafen Nyhavn ist ein Katzensprung entfernt. Das Auto haben wir den Tag über stehen lassen und haben die Stadt zu Fuß erkundigt. Für die Tiefgarage haben wir umgerechnet für 24 Stunden 24€ bezahlt. Generator hat mit dem Parkhaus eine Kooperation, sodass man wenigstens an dem Posten etwas spart. Sonst sind die Parkhäuser noch teurer. Fast Frech!

Nyhavn

Nach der recht kurzen Nacht, war unser erster Stop Nyhavn. Ein muss wenn man nach Kopenhagen fährt. Links und rechts vom Kanal stehen super schöne, farbenfrohe Giebelhäuser, mit zahlreichen Restaurants. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, welch eine Atmosphäre dort im Sommer herrschen muss. –Alle Restaurant, Cafes, Waffelläden und Eisläden voll. Die Menschen sitzen draußen und genießen das Wetter. Schön.-

Im Kanal liegen unzählige charmante, alte Segelboote. Von dort kann man sich direkt auch in eine Barkasse setzen und die Stadt vom Wasser aus erkunden. Erinnert mich an meinen Amsterdam-Trip. Eine Fahrt mit der Barkasse geht ca. 1 Stunde, kostet um die 10€ pro Person und verpasst man mal eine Tour muss man nicht lange warten. Ca. alle 20 Minuten fährt eine Barkasse von Nyhavn los.

Wir haben es leider nicht geschafft die Tour mit zumachen, aber ich habe gehört es soll sehr schön sein. Also next time!

Christiania

Von Nyhaven ging es weiter über eine Brücke Richtung Christiania. Der Bezirk ist einer der bekanntesten Orte in Kopenhagen. Ich habe mir sagen lassen, dass diese Freistadt seit den 70er Jahren ein Experiment war. Hier sind Hippies zuhause und sie leben wie es ihnen gefällt. Wer diesen Bezirk betritt sollte wissen, da herrschen andere Regeln. Polizei fehl am Platz. Dort werden Probleme anders geregelt.

Die bekannteste Straße in dieser Freistadt ist die Pusher Street. Hier gibt es feste Stände, an denen Drogendealer ihre Ware frei verkaufen. Was auch bei einigen Anwohnern nicht ganz so gut ankommt. Aber wer mit dem lockeren Leben dort nicht klar kommt, ist wohl eher fehl am Platz. Eine Zeitlang wurde empfohlen diese Straße zu meiden, da es öfter zu Auseinandersetzungen zwischen den Drogenbanden kam.

Wenn man zu Besuch in der Stadt ist, sollte man einen Ausflug in diesen Stadtteil machen, das Tor von Christiania betreten und sich die kleinen bunten Häuschen angucken.

Torvehallerne

Torvehallerne besteht aus zwei Glashallen, mit unzähligen kleinen Ständen. Wie ein Markt nur nicht im Freien. Hier bekommst du Snacks, Süßes, Café und Kuchen. Und wenn man wirklich hungrig ist, kann man auch eine ganze Mahlzeit zu sich nehmen. Dein Fleisch kannst du an der Fleischtheke mitnehmen oder du entscheidest dich lieber für Fisch. Zudem findest du aber auch Stände mit Holzschnitzereien oder Hautpflegeprodukten. Also wirklich alles dabei, was man von Märkten so kennt. Draußen zwischen beiden Hallen, wurden weitere Stände aufgebaut. Dort bekommt man wunderschöne Blumen und leckeres frisches Obst und Gemüse.

Wir haben uns ins Palaeo gesetzt und uns mit einem Tee und Café aufgewärmt. Es wirklich eisig und nach einigen Stunden durch die Stadt spazieren, hatten wir es sehr nötig.

Gaumenschmaus im “Café Norden”

Das Frühstück haben wir ausgelassen und haben dann gegen Mittag im Café Norden gegessen. Ein wirklich schönes Café mitten in der Shopping-Meile, dadurch war es auch richtig voll. Glücklicherweise haben wir noch einen Tisch ergattern können. Was wir jedoch nicht wussten, dass man dort keine Bestellung vom Tisch aufgeben kann. Daher saßen und saßen wir dort, haben  dem Servicepersonal gewunken, aber irgendwie hat nie jemand reagiert. Bis wir dann endlich verstanden haben, dass an der Theke bestellt werden muss.

Ständig wurden total schön aufbereitete Teller an die Tische gebracht und ich war jedesmal begeistert.

Auf der Karte waren ganz viele Leckerein zu finden, was jedoch ins Auge gestochen ist, waren die Preise. Da merkte man wieder, dass man in Kopenhagen ist. Bestellt hatte ich mir eine Variation aus drei Mini-Burgern. Die im Endeffekt jedoch nicht so mini waren. Da hätten wir einmal einen Burger mit Bacon und einer Knobisauce (links). Den fand ich nur Ok und würde ihn nicht nochmal bestellen. Meine zweite Wahl war ein Lachsburger mit Estragon-Mayo und Guacamole. Genau was für mich, mega Lecker. Kann ich wärmstens empfehlen, wenn man Fisch mag. Und zu guter letzt noch den Burger der Saison, mit Schweinebraten, Rotkohl, Apfel und Remoulade. War ne ordentliche Portion, gerade mit dem Rotkohl fand ich es super. Ich hab es aber einfach nicht geschafft meinen Teller leer zubekommen. Dadurch fand ich die Preise am Ende doch nicht ganz sooo schlimm, da man wirklich eine ordentliche Portion aufgetischt bekommt. Für Burger, Lasagne und zwei Getränke haben wir am Mittag aber einfach mal umgerechnet 72€ bezahlt. Aaahhh! Teuerstes Mittagessen meines Lebens. Aber auch die Lasagne wurde noch mit einem frischen leckeren Salat und Baguette serviert.

Irma & Normal

Mehr Restaurant haben wir dann aber doch nicht mehr ausprobiert. Dafür haben wir uns im Supermarkt Irma zwischendurch noch ein paar Snacks geholt. Da bekommt man eigentlich alles, würde ich mit Edeka vergleichen.Da habe ich mir dann fertig geschnittene Mango und Ananas geholt. So bin ich auch zu einem super leckerem Getränk gekommen. Nennt sich State und ich hab mich für die Variante mit Maracuja entschieden. Top!

Mein absolutes Lieblingsgetränk haben wir aber in der Drogerie Normal gefunden. Für alle die den Mangosaft vom Asiaten lecker finden, ist das genau das richtige. Dabei handelt es sich jedoch um eine Brause, also mit Sprudel. Super lecker, schade dass es das nicht in Deutschland gibt.

Waffel

Was wir natürlich in Dänemark unbedingt essen mussten waren Waffeln. Dafür waren wir bei Gelato Rajissimo glaube ich. Am Laden stand Isbar dran, aber der ist bei Google nicht aufzufinden. Da gab es Waffel am Stiel mit Extratoppings. Ich habe mich für die Variante mit Zartbitterschokolade mit Oreos entschieden. Mega lecker, aber eine kleckerige Angelegenheit. Man konnte sich auch für Vollmilchschokolade, Streusel, Krokant oder Kokosraspeln entscheiden. YUMMY!

Shooping in Kopenhagen

Shoppen kann man Kopenhagen ganz gut, ob teuer oder “günstig”. Mitten im Zentrum sind mehrere Straßen, die man nicht verfehlen kann. Viele Ketten die es bei uns in Deutschland auch gibt, aber hier und da auch unbekannte Läden. Also sollte man schon was finden, wenn man denn shoppen will. Da wir nur einen Tag in der Stadt hatten, war ich jetzt nich wirklich auf Shopping-Tour.

Der Pop-Up Store mitten in der Fußgängerzone hat es mir sehr angetan. Die hatten wirklich wunderschöne Möbel und tolle Accessoire. Leider sehr teuer, sodass ich nichts mitgenommen habe.

In meinen absoluten Lieblingsladen wurde ich dann aber doch noch fündig. Seit diesem Jahr haben wir den Laden auch in Hamburg und dadurch dass ich für die neue Wohnung ständig auf der Suche nach neuen Kleinigkeiten bin, laufe ich auch in Hamburg ständig in den Laden. Die Kette kommt aus Dänemark und natürlich musste ich in Kopenhagen auch mal einen Fuß reinsetzten, um zugucken, ob dort vielleicht ein anderes Sortiment zu finden ist. Schnell habe ich gemerkt, dass es sich fast zu 100% ähnelt. Aber ich habe tatsächlich was gefunden. Einen Teppich und dazu muss ich sagen, ein schnäpchen, wenn man sich die Preise in der Stadt sonst so anguckz. 40€ habe ich jetzt für meinen Teppich in den Maßen 120 x 180 bezahlt. Voll guuut! Ein Bild habe ich mir dann auch noch direkt mitgenommen.

Tivoli

Zum Abschluss unseres Quickies waren wir im Tivoli! Eins meiner Highlights. Ein Freizeitpark mitten in der Stadt. Und wenn ich mitten in der Stadt sage, dann mein ich das auch so. Als wir da waren, war gerade Halloween und alles war super schön geschmückt. Trotz der Kälte war der Park voller Menschen. Super coole Idee und definitiv ein Besuch wert.

Für unsere Eintrittskarte haben wir umgerechnet ca. 15€ pro Person gezahlt. Das ist das günstigste Ticket. Die Frau an der Kasse hatte uns noch gefragt, ob wir nur den Eintritt wollen, da wussten wir noch nicht, dass jedes Fahrgerät nochmal Geld extra kosten wird. Das passiert, wenn man sich im Vorfeld nicht informiert. Im Park gibt es aber Automaten, wo man sich im Nachhinein noch Tickets für einzel Fahrten kaufen kann. Kosten für ein Ticket ca. 3€. Dabei sollte man jedoch wissen, dass einige Fahrgeschäfte bis zu 3 Tickets für eine Fahrt verlangen können. Wenn man sich diesen Stress nicht antun will, kann man sich natürlich auch einfach direkt am Eingang ein Ticket kaufen, bei dem schon alles inklusive hat. Kostenpunkt ca. 70€. Wer also auf schnelle und adrenalinreiche Fahrten steht und nicht nur einmal auf ein Kettenkarussell möchte, sollte es sich mit dem All-Inklusiv-Ticket überlegen.

Fazit

Kopenhagen, Kopenhagen! Eine schöne Stadt ist sie ja. Süße Seitenstraßen, schöne Fassaden im alten Stil, Grachten mit interessanten Hausbooten und einladenden Segelschiffen. Die Innenstadt lädt zum shoppen und Café ein. Die Leute fahren selbst an kalten Tagen mit ihren Fahrrädern rum. Klar ist die Stadt bekannt für ihre Fahrradfahrer, aber bei den Temperaturen, bekommt mich keiner auf’s Rad. Überall findet man Waffelläden zum schnabulieren. Einziges Manko, die Preise. Ob im Parkhaus, im Restaurant oder im Hotel/Hostel, das Portmonee leidet definitiv. Wir haben für den kleinen Ausflug mit Hostel, Maut, Tank, Parken, Essen und das Tivoli rund 450€ ausgegeben. Da hätte man auch nach Ägypten fliegen können.

Ganz soviel konnten wir an einem Tag nun nicht sehen, aber wir haben uns angestrengt, soviel wie möglich mitzunehmen. Ich hätte jedoch gedacht, das die Leute dort stylischer unterwegs wären. Naja es war halt kalt und die meisten hatten schon ihre Wintermäntel an, sodass man den modischen Stil nicht so gut erkennen konnte. Ein Besuch in der Stadt kann daher nicht schaden. Aber so schnell werde ich da erstmal wohl nicht mehr hinfahren.

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