Zeit, Zeit, Zeit!

Da wollte ich vor 2 Tagen doch unbedingt was vom Dom haben… (Für alle, die den Hamburger-Dom nicht kennen. Dabei handelt es sich um eine Kirmes, mit etlichen Karussells, anderen Fahrgeschäften und unendlich vielen Fressbuden.) Schmalzkuchen, Sprungfeder, Liebesapfel, Maiskolben, kandierte Früchte, gebrannte Mandeln & Lakritz-Schlangen! Alles zum Dahinschmelzen, oder? Tja, da war ich aber leider zu spät dran. Ich wunder mich immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Also als wir noch jünger waren, ist die Zeit gefühlt nicht so schnell an mir vorbeigezogen.

Wir waren noch in der Grundschule, da kam es uns so vor, als ob die Zeit nicht vergehen wollte. Es waren nur noch 2 Monate bis zu deinem Geburtstag, aber für dich hat es sich eher wie 2 Jahre angefühlt. Auch die 24 Tage vor Weihnachten kamen uns vor wie eine halbe Ewigkeit. Um so älter du wirst, desto mehr hast du das Gefühl, die 24 Tage vor Weihnachten vergehen immer schneller vorbei. Prompt ist Heiligabend und du denkst: “Verdammt, ich habe noch nicht alle Geschenke zusammen.”

Rein Physikalisch bestand eine Minute in der Grundschule, genau wie jetzt aus 60 Sekunden. Da hat sich also nichts geändert. Was sich jedoch verändert hat, ist das Zeitempfinden. Als Kind, hast du ständig neues Erleben dürfen. Du hattest ständig, ein erstes Mal. Das erste Mal Fahrrad fahren, der erste Schultag, dein erstes Schwimmabzeichen, die erste große Liebe, dein ersten Kuss, deine erste 5 in Mathe, etc. Ich könnte jetzt ewig so weiter machen, aber ich denke ihr wisst, wo ich drauf hinaus will. In der Kindheit/Jugend erlebt ihr so viel Neues, sodass es euch im Kopf bleibt, dadurch wirkt es so, als ob die Zeit nicht vergeht. Die ganzen Erinnerungen von einem Jahr bleiben euch im Kopf und ihr denkt euch: “Wow, ist dieses Jahr viel passiert. Wow, war das Jahr lang.”

Endlich 18!

Uh, ich weiß noch wie ich darauf hingefiebert, habe endlich 18 Jahre zu werden. Hat ewig gedauert. Bei euch auch? Endlich Volljährig und machen was man will. Ungeduld spielt bei der Zeitwahrnehmung  auch immer wieder eine große Rolle. Ein bekanntes Beispiel kennt ihr vielleicht aus der Werbung von Kinder Überraschungs(ei). Den Kindern wird ein Ei vorgelegt und gesagt, wenn sie wollen, können sie es sofort essen oder sie warten einige Minuten, dann würden sie noch ein zweites bekommen. Die Zeit läuft. Man erkennt schon wie nervös einige Kinder werden. Sie sehen etwas schon zum Greifen nahe. Die Zeit bis sie endlich erlöst werden und sie ihr zweites Ei bekommen ist endlos lang für die Kids. Einige können auch nicht abwarten und greifen direkt zu. Genau so war es bei mir mit der Volljährigkeit. Das Ziel war zwar schon in Sicht, aber da ich es soooo dringend wollte, erschien es doch noch in so weiter ferne zu sein.

Werdet ihr aber älter, schleicht sich der Alltag bei euch ein. Man hat viel seltener ein erstes Mal. Die Dinge die passieren, werden zur Routine. Man steht auf, geht zur Arbeit/Uni, hat 5 Tage die Woche die gleichen Abläufe. Nichts was einem unbedingt im Kopf bleibt. Das Jahr geht also vorbei und dadurch, dass man nicht so viele neue Eindrücke erleben durfte, fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist.

Ein anderes Phänomen,

sind Momente der Langeweile. Du sitzt im Wartezimmer beim Arzt, hast Langeweile, weil du ewig warten musst. Du hast das Gefühl die Zeit vergeht nicht. Ist der Tag aber vergangen, fragst du dich wieder, wo die Zeit hin ist. Es gab halt nichts Spannendes, dass dir das Gefühl gibt, dass du etwas erlebt hast.

Dieses Gefühl kenne ich zurzeit nur zu gut. Während ich in der Bib sitze und so produktiv wie möglich an meiner Bachelorarbeit arbeiten will, werde ich müde. Ich bin total gelangweilt und hoffe, dass die Zeit einfach vergeht. Guck ich aber auf die Uhr sind nur zwei Stunden vergangen, dabei hatte ich das Gefühl schon mindestens 8 Stunden dort zu sitzen. Wenn ich dann aber nach Hause gehe, denk ich mir: Hä? Was hab ich den ganzen Tag da gemacht? So richtig habe ich nichts geschafft.” Zack habe ich wieder das Gefühl, die Zeit ist im Flug vergangen.

Was im Alter noch passiert…

Wir bekommen mit der Zeit immer mehr Verpflichtungen. Auf einmal ist da der neue Job. 40 Stunden die Woche ins Büro. Die Wohnung, die bezahlt werden muss. Rechnungen, die sich nicht in Luft auflösen. Die eigenen Kinder, die zur Schule müssen und am Nachmittag noch zum Sport wollen/sollen. Der Haushalt, der geführt werden will. Der Mann, der Aufmerksamkeit braucht. Alles Dinge die am Tag passieren, die man irgendwie alle unter einen Hut bringen muss. Am Ende des Tages hast du nicht speziell etwas für dich getan, sondern eher für alle anderen. Am Ende ist es 22:00 Uhr, du bist müde und fragst dich wo der Tag hin ist.

Die Zeit ist schon ein Phänomen.

Zumindest das eigene Gefühl von Zeit. Wir sollten uns im Alter öfter vornehmen, ein erstes Mal zu erleben, damit wir wieder Kind/Jugendlich sein können und die Zeit anders wahrnehmen. Wir sollten außerdem auch mal aus unserem Alltag auch mal entfliehen und etwas Gutes für uns selber tun.

Wie sieht es mit eurer Wahrnehmung von Zeit aus? Kennt ihr dies auch?

Outfit

Shirt – H&M

Armband – Coerlys

Tasche – H&M (ähnlich hier)

Was ihr schon immer wiisen wolltet…

Wusstet ihr, dass die Erde vor 400 Mio Jahren 22 Stunden brauchte für eine Umdrehung. Mit der Zeit dreht sich die Erde im Zusammenspiel mit dem Mond immer langsamer. Also aus der Sicht betrachtet, geht die Zeit nicht immer schneller vorbei, sie wird stattdessen immer langsamer. Also jede Minute, jeder Tag und jedes Jahr werden rein physikalisch immer langsamer.

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